Ferien im Internet

Mein Sohn Philip darf in den Sommerferien an einem Kurs über Internet, Web-Publishing und HTML teilnehmen. Kleiner Nachteil: Der Kurs findet in Basel statt; wir wohnen in der Nähe von Zürich. Vorteil: Es werden auch Betreuer gesucht. Ich kann also mitgehen. Auch eine Art, die Ferien zu verbringen!

Montag

Um neun Uhr beginnt der Kurs. In der vorangehenden Woche haben wir uns natürlich optimal vorbereitet. Aus dem Internet haben wir den Plan der Basler Verkehrsbetriebe heruntergeladen und ausgedruckt. Da kann ja nichts schiefgehen! Es muss wohl an uns gelegen haben, dass wir trotzdem die optimale Tramverbindung nicht gefunden haben und deshalb eine halbe Stunde zu spät gekommen sind. Wir werden in die Grundzüge der Hypertext Markup Language (HTML) eingeführt und beginnen, eine eigene Homepage zu entwerfen. Einige der TeilnehmerInnen erweisen sich bereits als ausgesprochen gewandte Net-Surfer und Web-Designer.

Dienstag

Heute stehen zwei Besichtigungen auf dem Programm: Ein Blockheizkraftwerk in der Handelsschule Basel am Vormittag und die Photovoltaikanlage des Schulhauses Wasgenring am Nachmittag. Wir erhalten ausführliche und kompetente Auskunft auf alle Fragen. Unklar bleibt nur, ob das Blockheizkraftwerk seinen Namen vom Motorblock hat, mit dem die Energie erzeugt wird, oder von der Tatsache, dass solche Kraftwerke dezentral (in Quartierblöcken) stehen können.

Mittwoch

Grafik ist unser heutiges Hauptthema. Herr Greuter führt uns in die Grundlagen der Text- und Bildgestaltung ein. Leider bietet HTML nur begrenzte Möglichkeiten, das Gehörte umzusetzen.

Langsam gewinnen Chat-Boxen und Online-Spiele an Faszination für die TeilnehmerInnen. Vielleicht finde ich auch noch einmal heraus, was daran so spannend ist, SUPERUSER in einem Chat-Raum zu sein...

Es wird aber auch intensiv an den Arbeiten zu den beiden Energiethemen und an den persönlichen Homepages gearbeitet. Für mich ist es erstaunlich, wie auch knapp zehnjährige Kinder mit HTML-Tags wie <img src="a34-4.jpg"> jonglieren, als ob sie dies schon seit Jahren so machen würden.

Donnerstag

Die Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Es geht nun darum, die einzelnen Berichte zusammenzufügen und alle Links richtig zu setzen , so dass ein geschlossenes Teamprodukt daraus entsteht. Im Computerraum wird fieberhaft gearbeitet. Jeder und jeder will noch eine Grafik verbessern, ein zusätzliches Link in die Homepage einfügen oder einfach ausprobieren, wie das Resultat jetzt aussieht

Heute abend geht's zum gemeinsamen Pizzaessen im Restaurant.

Freitag

Spät wurde es gestern (zumindest für uns Pendler aus der Region Zürich)! Das Essen und die Gesellschaft waren es aber wert. Trotz allem sind wir heute alle mit vollem Elan wieder an der Arbeit. Die erste vollständige Version des Produktes ist jetzt live auf dem Internet zu bestaunen. Ich bin beeindruckt, wie viel in dieser einen Woche erreicht worden ist. Nach getaner Arbeit heisst das Motto für alle Interessierten: Surf, Surf, Surf.

Es hat sich gelohnt! Junge und Erwachsene haben viel gelernt. Herzlichen Dank den Organisatoren, Sponsoren und der Projektleitung!

Markus Stark