Ein Erlebnisbericht zum Projekt Kidz4KidzIch schreibe im Rahmen meiner Ausbildung zur Primarlehrerin im Fachbereich Psychologie / Pädagogik eine Arbeit zum Thema hochbegabte Kinder.Durch den Vorsitzenden des Elternvereins für hochbegabte Kinder, habe ich vom diesjährigen Sommerferien-Förderkurs für clevere Kids im Alter von 9 bis 16 Jahren erfahren. Er hat mich während eines Telefongesprächs spontan zu einem Besuch im Rechenzentrum der Universität Basel, wo der Kurs zum Thema Energie stattfand, eingeladen. So bin ich am Donnerstag der Kurswoche nach Basel gereist, um diese Chance eines praktischen Einblicks in die Thematik meiner Arbeit wahrzunehmen. Nachdem ich mich bis zu den Kursräumen durchgefragt hatte, begrüssten mich der Kursleiter, ein promovierter Physiker, und vier Väter von teilnehmenden Kindern, die als Betreuer die Kinder unterstützten. Im Computerraum machte ich dann noch die Bekanntschaft einer jungen Germanistin und eines Chemikers, die ebenfalls mit den Kindern arbeiteten. Ich wurde kurz über das laufende Projekt Kidz4Kidz und seine Anliegen informiert. Das Kursziel ist nämlich nicht nur, dass die hochbegabten Kinder ihr Wissen in einem Themenbereich vergrössern, sondern auch, dass sie es anderen Jugendlichen mitteilen: Kinder erstellen für andere Kinder Informationen. Das Endprodukt der Gruppenarbeit zum Thema Wärme- und Solarenergie, ist im Internet als Homepage abrufbar. Ausser der Arbeit am Projekt, werden auch Themen wie Individuum + Gruppe, Teamwork und Kommunikation (auf vernünftige Art mitteilen), diskutiert. Der Arbeitseifer den die zwei Mädchen und zehn Jungen während des ganzen Tages zeigten, hat mich sehr beeindruckt. Zudem hat mich die Gelassenheit und die Sicherheit, mit welcher schon die jüngsten Kursteilnehmer mit dem Computer umgegangen sind, verblüfft! Im Computerraum herrschte stets eine konzentrierte und hilfsbereite Atmosphäre. War jemand mit seiner Computerweisheit am Ende, dann wurde er innert kürzester Zeit von einem anderen Kind, dem Kursleiter, den Assistenten, oder einem der vier Väter unterstützt. Unter den Kindern verschiedensten Alters herrschte eine gute Stimmung. Die Mittagszeit haben wir, zwecks frischer Luft, alle gemeinsam in einem Park am Rhein verbracht. Während des Lunchs habe ich mich mit den Mädchen übers Gymnasium, die LehrerInnenausbildung und Gentech-Gemüse unterhalten. Im allgemeinen habe ich die Kinder eher als zurückhaltend, aber angenehm freundlich erlebt. Ich hatte den ganzen Tag nie das Gefühl, unerwünscht zu sein, was ich sehr genossen habe. Zurück im Computerraum, arbeiteten alle mit ungebrochener Energie weiter. Ab und zu sind die Kinder der Versuchung des Surfens im Internet erlegen, was mir ehrlich gesagt gleich gegangen wäre. Diejenigen Teile der Energie-Homepage die ich im Verlaufe des Tages gesehen habe, waren sowohl in Text als auch Grafik anspruchsvoll und doch anwenderfreundlich gestaltet. Dies ist unter anderem sicher auch dem unermüdlichen und geduldigen Einsatz und der guten Laune des Kursleiters und der beiden Assistenten zu verdanken. Der Tag in Basel war für mich sehr spannend und lehrreich. Ich hoffe sehr, dass in Zukunft vermehrt solche Förderkurse für hochbegabte Kinder stattfinden, denn dass sie eine gute Sache sind, die viel Positives bewirkt, habe ich bereits an diesem einen Besuchstag deutlich gespürt. Auch die Unterbringung der Kinder in Basler Familien und die zusätzliche Betreuung durch die vier Väter hat sich bestens bewährt. Sowohl den Initianten dieses Förderkurses, als auch dem Amt für Energie und Technik, das sich als Sponsor zur Verfügung gestellt hat, kann ich nur gratulieren. Es bleibt zu hoffen, dass das Kidz4Kidz Projekt Schule macht! Daniela Sturzenegger
Studentin des PrimarlehrerInnenseminars Zürich-Oerlikon,
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