Pathologie - Musterfall

Thema
Non Hodgkin Lymphom
 
Grundleiden   /   Todesursache
Angioimmunoblastisches T-Zelllymphom   /   Herzversagen
 
Anamnese und Krankheitsverlauf      (weiblich, 77 J.)
Die Patientin hatte in den letzten Wochen 10kg Körpergewicht verloren als Folge eines überwiegend retroperitonealen Rezidives des seit 5 Jahren bekannten Non Hodgkin Lymphoms. Ausserdem bestand eine deutlich vermehrte Müdigkeit und Inappetenz. Trotz Beginn einer Chemotherapie vor 4 Wochen verschlechterte sich der Zustand der Patientin zunehmend, bis sie schliesslich verstarb.
 
Klinische Diagnose(n)
Angioimmunoblastische Lymphadenopathie (Kiel) Stadium IV B, bekannt seit 5 Jahren
St.n. Pneumokokkensepsis bei Agranulozytose eine Woche nach Diagnosestellung des Lymphoms
St.n. Chemotherapie mit Vollremission vor 4 Jahren
Rezidiv seit 2 Monaten
Lymphome cervical, thorakal, abdominal, Knochenmarkbefall, Pleuraergüsse beidseits
Linksherzdekompensation unter hochdosierter Steroidmedikation
Cholezystolithiasis
 
Hauptbefund bei der Autopsie
Sämtliche Lymphknotenstationen waren vergrössert (bis 4cm) infolge von Lymphominfiltraten (Fig. 1). Morphologisch waren die Infiltrate mit dem Vorbefund (Fig. 2, Fig. 3) bei Erstdiagnose der angioimmunoblastischen Lymphadenopathie vor 5 Jahren vergleichbar. Folgende Organe zeigten Lymphombefall: Tonsillen (Fig. 4), Milz (Fig. 5), Leber (Fig. 6, Fig. 7), Darm (Fig. 8, Fig. 9), Lungen, Nieren und Nebennieren. Das Pankreaskorpus wurde ausgehend von peripankreatischen Lymphknoten (Fig. 10) infiltriert. Beidseitige Pleuraergüsse von je 200ml waren ebenfalls tumorbedingt.
Die klinisch bekannte Cholezystolithiasis (Fig. 11) konnte bestätigt werden. Es fanden sich zahlreiche Cholesterinpigmentkalksteine in der Gallenblase.kg

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