Der Alkohol und die Leber
Nicht jeder, der übermässig trinkt, entwickelt zwangsläufig eine Leberzirrhose. Gleiche Mengen konsumierten Alkohols können bei verschiedenen Menschen zu verschieden schweren Veränderungen führen. Welches Individuum wie reagiert, kann nicht zuverlässig vorausgesehen werden. Zusatzerkrankungen wie eine Viruserkrankung der Leber oder eine übermässige Eisenablagerung auf Grund einer Genmutation können die Entwicklung einer Zirrhose stark beschleunigen.
Eine Leberzirrhose kann auch Endstadium anderer, nicht alkoholbedingter Erkrankungen sein.
Mögliche Leberveränderungen durch Alkoholmissbrauch
- Fetteinlagerungen in der Leber - die Leber ist vergrössert

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- Alkoholische Hepatitis (Entzündung)
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- Alkoholische Leberzirrhose - die Leber ist steinhart

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Diese drei Veränderungen treten in der Regel im Zeitverlauf gestaffelt auf, können aber auch gleichzeitig in verschiedenen Kombinationen vorkommen.
Fetteinlagerungen und alkoholische Hepatitis sind bei Abstinenz rückbildungsfähig. Eine Leberzirrhose hingegen kann sich nicht mehr zurückbilden.
- als Komplikation der Zirrhose kann sich bei 5-15% der Patienten nach Jahren ein bösartiger Leberkrebs entwickeln
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Einige charakteristische Veränderungen, die allerdings nicht nur nach Alkoholkonsum auftreten, können dem Pathologen einen Hinweis auf die alkoholische Leberschädigung geben.
Dazu gehören:
- Mallory Körper

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- Maschendrahtfibrose
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- Kleinknotige Zirrhose
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Da im Falle einer Zirrhose aufgrund der Faservermehrung der Blutfluss durch die Leber stark behindert wird, sucht sich das Blut einen anderen Weg. Statt über die Leber, fliesst vermehrt Blut über Gefässe im Magen und in der Speiseröhre ab. Diese Gefässe stehen jetzt unter hohem Druck und werden grösser vergleichbar mit den Krampfadern an den Beinen 
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Diese Gefässe können unter dem hohen Druck platzen
. Der Patient erleidet eine plötzliche Blutung, an der er versterben kann.
Die Druckerhöhung im Blutgefässsystem vor der Leber führt zu einer Vergrösserung der Milz.
Die Leber kann ihre zahlreichen Funktionen nicht mehr erfüllen, wenn ein Grossteil des Blutstroms an ihr vorbeifliesst. Dies kann unter Umständen zu Bewusstseinsstörungen führen, wenn hirnschädliche Substanzen im Blut nicht mehr abgebaut werden (vor allem Abbauprodukte aus dem Eiweissstoffwechsel, die bei einer Blutung in hoher Konzentration anfallen).
Die geschädigte Leber bildet selber auch weniger Eiweisse. Eine Folge davon ist die verminderte Blutgerinnungsfähigkeit oder der Austritt von Wasser aus dem Blut in die Bauchhöhle (Bauchwassersucht).
Die Arbeit des Pathologen