Das Rauchen und die Lunge
Das Rauchen wirkt auf vielfache Weise schädigend auf den Körper (Risiko-Erhöhung bei zahlreichen Krebsarten, Raucherbein, etc.).
Wir werden uns im Folgenden lediglich auf die schädigenden Einflüsse auf die Lungen konzentrieren.
Schwarze Kohlestaubablagerungen im Lungengewebe sind zwar eindrücklich, können aber in geringerer Ausprägung auch bei jedem Nichtraucher im Alter beobachtet werden.
Das Rauchen führt zu einer Entzündung der Luftwege
. Die Entzündungszellen schädigen das Lungengerüst. Die zerstörten Lufträume, welche sich vor allem in den Lungenoberlappen entwickeln, sind schon von blossem Auge als Löcher erkennbar

. Diese Veränderung nennt man Lungenemphysem. Betroffene Patienten haben vor allem Mühe beim Ausatmen, da die eingeatmete Luft in den zerstörten Lufträumen gefangen bleibt. Für eine vergleichbare Sauerstoffaufnahme muss viel mehr Atemarbeit geleistet werden. Im schlimmsten Fall muss ein Patient mit schwerem Lungenemphysem mit Sauerstoff beatmet werden. Mit dem Lungengerüst werden auch Gefässe zerstört. Die Verkleinerung des Lungengefässbettes bewirkt einen zunehmenden Druck im Lungenkreislauf. Die rechte Herzkammer muss gegen einen erhöhten Druck Blut in den Lungenkreislauf pumpen. Infolge dieser Arbeitsbelastung (vergleichbar dem Bizeps beim Krafttraining) verdickt sich die Wandmuskulatur der rechten Herzkammer
. Mit der Zeit wird die Belastung für die rechte Herzkammer jedoch zu gross und das Blut staut zurück in den Körperkreislauf. Besonders gut ist diese Stauung an der Leber erkennbar
.
Zigarettenrauch enthält krebserregende Stoffe. Es erstaunt deshalb nicht, dass Lungenkrebs
besonders häufig bei Rauchern, selten bei Passivrauchern und Nichtrauchern vorkommt. Der Röntgenarzt oder der Lungenspezialist kann aus einem verdächtigen Herd in der Lunge eine kleine Gewebsprobe entnehmen. Der Pathologe kann die Diagnose Lungenkrebs entweder aus dieser Probe stellen oder anhand von einer Speichelprobe mit abgehusteten Krebszellen. Für die Diagnose ist es wichtig zu wissen, ob der Patient überhaupt an Krebs leidet und wenn ja, an welchem Typ


.
Die Kenntnis des Tumortyps ist entscheidend für die Auswahl der Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung). Wenig fortgeschrittene Tumoren können operiert werden. Im Krankheitsverlauf bildet jedoch ein grosser Anteil von Lungentumoren Ableger (Metastasen). Zunächst werden über das Lymphgefässsystem
die Lymphknoten entlang der Bronchien
befallen. Später breitet sich der Krebs über das Blutgefässsystem im ganzen Körper aus und kann in den verschiedensten Organen Metastasen
ausbilden. In diesem Stadium ist die Erkrankung nicht mehr heilbar.
Wenn jemand mit Rauchen aufhört, sinkt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken kontinuierlich ab und erreicht nach mehreren Jahren das Risiko eines Nichtrauchers. Es lohnt sich somit immer, mit Rauchen aufzuhören.
Allerdings sind nicht alle durch das Rauchen ausgelöste Schäden voll rückbildungsfähig.
Der Alkohol und die Leber